Tag der Biotonne: BSR gibt wichtige Tipps zum richtigen Umgang mit Bioabfall
+++ Fremdstoffe wie (Bio)-Kunststoff, Glas oder Steine in der Biotonne stören den Verwertungsprozess +++ Biogut, das nicht über die Biotonne, sondern in der schwarzen Restmülltonne gesammelt wird, kann nicht zu Biogas oder Kompost verwertet werden.

Berlin. Anlässlich des morgigen Tages der Biotonne gibt die BSR wichtige Tipps für die korrekte Entsorgung und den Umgang mit Bioabfall. Denn mit der richtigen Abfalltrennung auch beim Biogut kann jede:r Einzelne einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz leisten und agiert gleichzeitig auch als Vorbild für Nachbarn und Kinder.
Die über die Biotonne erfassten Abfälle verwertet die BSR nach der Sammlung zu klimafreundlichem Biogas und wertvollem Kompost. Ein wichtiger Beitrag zu Klima- und Ressourcenschutz. Allerdings gelangen nach wie vor noch zu viele organische Abfälle in die graue Tonne, obwohl sie in der Biogut-Tonne richtig aufgehoben wären. In der Biotonne wiederum landen noch zu viele Störstoffe, wie beispielsweise Steine und Kunststofftüten, die dort nicht hineingehören und die anschließende Verwertung erschweren. Die BSR hat daher die vier wichtigsten Tipps zum Bioabfall zusammengestellt:
1. Kein (Bio)-Plastik in die Biotonne
Die meisten Vergärungs- oder Kompostieranlagen können nicht zwischen verschiedenen Kunststoffarten unterscheiden. Sie erkennen beides als Störstoff und sortieren sie aus. Zudem zersetzen sich Biokunststoffe in der Regel nicht ausreichend schnell und dürfen daher in Berlin nicht in die Biotonne. Gelangt Kunststoff in die Biotonne, können insbesondere kleinere Partikel nicht immer aussortiert werden. Im schlechtesten Fall geraten diese in Form von Mikroplastik in die Landwirtschaft und somit in unsere Böden und Gewässer. Auch Fremdstoffe wie Glas oder Steine gehören nicht in die Biotonne.
2. Bioabfall sammeln: mit den richtigen Helfern ganz einfach
Bioabfall sollte möglichst trocken gesammelt werden, damit der Gärungsprozess nicht schon in der Küche beginnt. Am besten sammelt man Biogut zuhause in einer besonders nassfesten Papier-Abfalltüte oder einem kleinen, gut durchlüfteten Sammelbehälter. Auch kleine Metallschalen oder größere Schraubgläser eignen sich gut zum Sammeln der Bioabfälle und nehmen wenig Platz in der Küche ein.
3. Essensreste und Zitronenschalen dürfen in die Biotonne
Gerade die so genannten hochkalorischen Abfälle sind sehr gutes „Futter“ für die Bakterien in der Biogasanlage. Dazu zählen unter anderem Essensreste, Knochen, Fischgräten oder auch Nudeln. Auch sämtliche Schalen von Obst und Gemüse sowie Grünabfälle dürfen in die Biotonne.
4. Vorkehrungen bei hohen Temperaturen
Um Geruchsentwicklung und Fliegenbefall entgegenzuwirken zu können, sollte die Biotonne möglichst im Schatten stehen und der Boden mit Zeitungspapier ausgelegt sein. Wer kann, stellt sein Biogut-Sammelgefäß am besten auf den Balkon. Sollte keine Papier-Sammeltüte vorhanden sein, können Küchenabfälle auch gut in Zeitungspapier eingewickelt in die Tonne gegeben werden. Außerdem bitte keine Flüssigkeiten über die Biotonne entsorgen.
Über die Berliner Stadtreinigung (BSR):
Die Berliner Stadtreinigung (BSR) ist mit über 6.000 Beschäftigten das größte kommunale Abfallwirtschaftsunternehmen Deutschlands. Zu ihren Kernaufgaben gehören Straßenreinigung, Winterdienst, Müllabfuhr und Abfallbehandlung: BSR-Beschäftigte halten Straßen und Plätze sauber und kümmern sich im Winter um sichere Fahrbahnen. Sie leeren die Restmüll- und Bioabfalltonnen sowie in einigen Stadtgebieten die Wertstofftonnen – und sind außerdem berlinweit für die Sperrmüllabholung verantwortlich. Darüber hinaus betreibt die BSR u.a. das Berliner Müllheizkraftwerk, zwei Biogasanlagen sowie 14 Recyclinghöfe. Die BSR ist aktive Gestalterin der Lebensqualität in Berlin – basierend auf ihren Kerngeschäftsfeldern ganzheitliche Stadtsauberkeit sowie nachhaltige Kreislauf- und Ressourcenwirtschaft. Als zuverlässige Partnerin des Landes Berlin handelt sie nach dem Grundsatz: #Gemeinsam machen wir Berlin besser, grüner und sauberer.
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