+++ Berliner Gebühren für Abfallentsorgung und Straßenreinigung bleiben weiter unter den günstigsten im Vergleich der 15 größten Städte Deutschlands +++ Leistungsausweitung zur Verbesserung von Stadtsauberkeit und Entsorgungsangebote +++
BSR informiert zu neuen Gebühren für Straßenreinigung und Müllabfuhr für die Jahre 2027 und 2028
+++ Berliner Stadtreinigung (BSR) nimmt für Gebührenperiode 2027/2028 Anpassung von durchschnittlich EUR 1,90 pro Haushalt und Monat vor +++ BSR behält Weg der moderaten Gebührenanpassung bei, trotz vielfältiger externer Kostensteigerungen und notwendiger Investitionen +++

Berlin. Bei weiterhin anforderungsgerecht gestalteten, moderaten Gebühren sichert die BSR auch in den folgenden Jahren ihre hohe Leistung für Berlin, inklusive eines erweiterten Leistungsangebots: Die turnusmäßigen Gebührenanpassungen für Straßenreinigung und Müllabfuhr fallen in Berlin auch in den Jahren 2027/2028 moderat aus. Insgesamt steigen die Gebühren zum 01.01.2027 im Durchschnitt um EUR 1,90 pro Haushalt und Monat. Dies bedeutet pro Jahr eine durchschnittliche Gebührenanpassung um 4,35 Prozent. Dabei gelten die Gebühren unverändert für die kommenden zwei Jahre, somit bis zum 31.12.2028.
Stephanie Otto, Vorstandsvorsitzende der BSR, zur Gebührenentwicklung: „Im Rahmen der Gebührenkalkulation lag unser Fokus zunächst einmal klar BSR intern: Wir haben intensiv gerechnet, wo und wie die BSR ihre Kosten weiter senken kann. Viele externe Kostensteigerungen konnten wir damit bereits in ihrer Wirkung auf die Gebühren begrenzen. Gleichwohl: Einen gewissen Anstieg können wir aufgrund externer Faktoren nicht vermeiden. Hierzu gehören beispielsweise steigende Beschaffungs- und Energiekosten, Auswirkungen des Brennstoffemissionshandelsgesetzes wie auch steigende Personalkosten.
Uns ist wichtig, dass wir Berlin weiterhin eine zuverlässige Leistung auf hohem Niveau bieten können, gleichzeitig aber dort gezielt unterstützen, wo es besonders nötig ist. Dazu werden wir für besonders belastete Kieze die Reinigungsleistungen bedarfsgerecht verstärken und mehr Papierkörbe für Berlin aufbauen, noch mehr Termine der beliebten Kieztage zusammen mit den Bezirken anbieten, unser Kehrenbürger-Programm zur Förderung bürgerlichen Engagements ausbauen sowie auch Kreislaufwirtschaft im Alltag weiter fördern – mit neuen Erlebnisorten, der Zero-Waste-Agentur und digitalen Angeboten.
Die Berliner:innen stellen zurecht hohe Anforderungen an die Sauberkeit ihrer Stadt – und die BSR wird weiterhin verlässlich mit ihren Leistungen diesen Anforderungen begegnen und ihren Auftrag für ein lebenswertes, sauberes Berlin erfüllen. Gleichzeitig ist es uns wichtig auch heute festzuhalten: Sauber geht nur gemeinsam. Neben der Leistung der BSR braucht es ebenso eine konsequente Ahndung von illegalen Ablagerungen, denn diese nehmen von Jahr zu Jahr zu und belasten die Allgemeinheit finanziell erheblich. Und ebenso braucht es ein verantwortungsbewusstes Verhalten der gesamten Bürgerschaft, um unsere Stadt sauber zu halten.“
Die Wirtschaftsplanung der BSR unterliegt einem zweijährigen Turnus. Die rechtliche Grundlage für die resultierende Gebührenkalkulation ist der §16 des Berliner Betriebe-Gesetzes (BerlBG), in dem auch der Kalkulationszeitraum festgelegt ist. Die Genehmigung der Gebühren erfolgt ordnungsgemäß durch die Preisprüfungsbehörde des Senats, in Zuständigkeit bei der Senatsverwaltung für Justiz und Verbraucherschutz.
Die BSR setzt dabei auf eine integrierte Planung: Auch für die kommende Gebührenperiode 2027/2028 wurden vom Unternehmen intern umfassende Maßnahmen ergriffen, um kosten- und damit gebührensenkende Effizienzen aus eigener Anstrengung über alle Fachbereiche der BSR zu heben. Diese Anstrengungen wurden ergänzt durch den vom Land Berlin genehmigten, zusätzlichen Rückgriff auf erwirtschaftete Mittel. Die Ausweitung geeigneter Leistungsmaßnahmen wie beispielsweise die Anschaffung neuer Reinigungstechnik und sinnvolle Investitionen, wie zur Erfüllung der Ziele des Klimapakts des Landes Berlin, sichert die BSR dabei aus eigener Kraft.
Das Leistungsangebot der BSR bleibt dabei verlässlich hoch: Jährlich sammelt und verwertet die BSR rund 1,2 Millionen Tonnen Abfall und reinigt etwa 1,5 Millionen Kilometer Fahrbahnen und Gehwege. Hinzu kommen rund 6,7 Millionen Papierkorb-Leerungen sowie der zuverlässige Winterdienst der BSR auf Berlins Straßen, der in der vergangenen Winterperiode besonders deutlich wurde. Die BSR betreibt 14 moderne Recyclinghöfe im Stadtgebiet, hat ihr Angebot der beliebten Kieztage in Zusammenarbeit mit den Berliner Bezirken auch im Jahr 2026 weiter ausgebaut und die Unterstützung der so genannten Kehrenbürger-Aktionen ausgeweitet, sodass im laufenden Kalenderjahr bereits über 1.000 dieser Aktionen erfolgreich durchgeführt werden konnten.
Auch in der Gebührenperiode 2027/2028 werden die rund 6.400 Beschäftigten der BSR zuverlässig für ganzheitliche Stadtsauberkeit sowie Abfall- und Ressourcenwirtschaft arbeiten. Die Einigung in den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst aus dem Jahr 2025 und die zu erwartenden Tarifsteigerung ab 2027 ff. sorgen für eine angemessene Entlohnung der Beschäftigten in Zeiten geopolitischer Krisen und unsicherer Wirtschaftslagen, bringen aber für einen besonders personalintensiven Betrieb wie dem der BSR auch erhebliche Mehrkosten mit sich.
Weitere externe Kostenfaktoren haben Auswirkungen auf das Unternehmen, zum Beispiel gestiegene Kosten aus dem Brennstoffemissionshandelsgesetz (BEHG) sowie notwendige Investitionen in Klimaschutz, die Modernisierung von Standorten und das Vorantreiben von notwendigen Digitalisierungsvorhaben.
Die Gebührenentwicklung im Detail
Die Gebühren für die Straßenreinigung auf den rund 1,5 Millionen Kilometern Fahrbahnen und Gehwegen in Berlin werden in allen Reinigungsklassen angepasst:
Beispiel: Für ein 500 Quadratmeter großes Grundstück liegt die Anpassung der Straßenreinigungsgebühr zwischen 2,30 Euro pro Quartal (niedrigste Reinigungsklasse 4 = Reinigung 1-mal wöchentlich) und 23,00 Euro pro Quartal (höchste Reinigungsklasse 1a = Reinigung 10-mal wöchentlich).
In den höheren Reinigungsklassen befinden sich in der Regel mehrere Wohn-/ Gewerbeeinheiten auf einem Grundstück, die sich dann die Reinigungsgebühren entsprechend teilen.
Die Gebühren für die Müllabfuhr entwickeln sich je nach Dienstleistung unterschiedlich.
Beispiel: Die Gebühr des Restabfallbehälters (Hausmüll) steigt bei einem 240-Liter-Behälter mit 14-täglicher Entleerung um 3,11 Euro pro Quartal, d.h. von bislang 50,14 Euro auf dann 53,37 Euro.
Die Grundgebühr der Müllabfuhr beträgt künftig 9,54 Euro pro Quartal, was einer Erhöhung von 0,45 Euro pro Haushalt und Quartal entspricht. Sie gehört damit zu den niedrigsten unter den Städten mit haushaltsbezogener Grundgebühr.
Die Gebühren für die Bioabfallbehälter bleiben gleich, ebenso wie die Gebühren für die Laub- und Gartentonne. Durch diese Maßnahme zielt die BSR weiterhin auf eine Förderung der Getrenntsammlung, insbesondere der Bioabfälle, ab.
Auch die Gebühren für die Sperrmüllabholung (Spar-, Standard- und Expressvariante) ändern sich nicht.
Der gelbe bzw. orange Wertstoffbehälter ist nach wie vor gebührenfrei.
Die Nutzung der 14 Recyclinghöfe sowie die jährliche Weihnachtsbaumabholung bleiben ebenfalls gebührenfrei.
Auch die beliebten Kieztage bleiben fester Bestandteil des Angebots: Die BSR wird gemeinsam mit den Bezirken auch in 2027/2028 in jedem Berliner Bezirk mindestens zwei Kieztage pro Monat anbieten, Ziel ist eine Ausweitung für ganz Berlin in den beiden Jahren um rund 20 Prozent.
Hinweis
Über die Berliner Stadtreinigung (BSR):
Die Berliner Stadtreinigung (BSR) ist mit über 6.400 Beschäftigten das größte kommunale Straßenreinigungs- und Abfallwirtschaftsunternehmen Deutschlands. Zu ihren Kernaufgaben gehören Straßenreinigung, Winterdienst, Müllabfuhr und Abfallbehandlung: BSR-Beschäftigte halten Straßen und Plätze sauber und kümmern sich im Winter um sichere Fahrbahnen. Sie leeren die Restabfall- und Bioguttonnen sowie in einigen Stadtgebieten die Wertstofftonnen – und sind außerdem berlinweit für die Sperrmüllabholung verantwortlich. Darüber hinaus betreibt die BSR u.a. das Berliner Müllheizkraftwerk, eine Biogasanlage, eine Sperrmüllaufbereitungsanlage sowie 14 Recyclinghöfe. Die BSR ist aktive Gestalterin der Lebensqualität in Berlin – basierend auf ihren Kerngeschäftsfeldern ganzheitliche Stadtsauberkeit sowie Kreislauf- und Ressourcenwirtschaft. Als zuverlässige Partnerin des Landes Berlin handelt sie nach dem Grundsatz: #Gemeinsam für ein sauberes und lebenswertes Berlin.
Das anliegende Foto ist unter der Quellenangabe „BSR / Amin Akhtar“ frei verwendbar.
Bildunterschrift: BSR-Müllfahrzeug in Berlin-Mitte
