Berlin. Die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt (SenMVKU) hat den Abschlussbericht zur dritten Klimaschutzvereinbarung mit der Berliner Stadtreinigung (BSR) veröffentlicht (hier herunterladen (Link zu externer Website, öffnet in neuem Tab)). Die BSR hat 2025 das Einsparungsziel von 67.000 Tonnen Kohlenstoffdioxid (CO2) im Vergleich zu 2015 mit einem Maßnahmenmix erreicht.
Die bereits dritte Klimaschutzvereinbarung mit dem Land Berlin hatte eine Laufzeit von 2016 bis Ende 2025. Nach Ende der Laufzeit hat die BSR Bilanz gezogen: In Summe wurde sogar eine Reduktion von 67.461 Tonnen CO2 im Vergleich zum Basisjahr 2015 erreicht.
Die erhebliche Reduktion der CO2-Emissionen verteilt sich auf verschiedene Bereiche. Der Großteil der Einsparung wurde durch die weitere Sicherung stillgelegter Deponien gegen das Entweichen klimaschädlicher Gase sowie den Ausbau erneuerbarer Energien erreicht. So betreibt die BSR insgesamt 21 Photovoltaikanlagen (Stand 2025) auf ihren Liegenschaften und nutzt damit bereits 90 Prozent der technisch nutzbaren Dachfläche. Die Errichtung von neun dieser PV-Anlagen fällt in den Berichtszeitraum der Klimaschutzvereinbarung. Weitere PV-Anlagen sind in Planung. Zudem betreibt die BSR eine eigene Windenergieanlage in Pankow.
Die BSR hat dutzende Maßnahmen durchgeführt. Eine Auswahl:
- Bei den Deponien sanken die CO2-Emissionen um 58.858 Tonnen gegenüber dem Basisjahr 2015. Die von der BSR betreuten stillgelegten Deponien wurden kontinuierlich abgedichtet. Die Oberflächenabdichtung verhindert das Austreten von Treibhausgasen wie biogenem Methan, Lachgas und CO2. Die Gase entstehen, wenn Bakterien die organischen Bestandteile des bis 2005 auf Deponien verbrachten Hausmülls unter Luftabschluss abbauen. Die BSR saugt die Gase aus dem Deponiekörper ab und gewinnt daraus in Blockheizkraftwerken Strom und Wärme. Weitere Informationen zu den Deponien: bsr.de/deponien-und-methanoxydationsfeld
- Durch den Ausbau erneuerbarer Energien sanken die CO2-Emissionen gegenüber dem Basisjahr um 3.691 Tonnen. Dies umfasst den Ausbau der PV-Anlagen und die Nutzung der BSR-Windenergieanlage in Pankow. Die Windenergieanlage erzeugte im vergangenen Jahr 5.380 MWh Strom und sparte damit im Jahr 2025 ca. 3.100 Tonnen CO2 ein.
- Die fortschreitende Elektrifizierung des Fuhrparks und der Einsatz biogasbetriebener Müllfahrzeuge sparte gegenüber dem Basisjahr 2.766 Tonnen CO2 ein. Somit werden die BSR-Fahrzeuge zunehmend geräusch- und schadstoffärmer.
- Die restlichen 2.146 Tonnen CO2-Einsparung gegenüber dem Basisjahr stammen aus Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen im Gebäude- und Anlagenbereich.
Breit angelegte Aktionen für Mitarbeitende fördern zudem das Klimabewusstsein. Die Beschäftigteninitiative „Gutes Klima“ bietet ein Spektrum an Angeboten, um Wissen über klimaschützendes Handeln weiter ausbauen, anwenden und weitergeben zu können und bietet Mitmachangebote wie Bepflanzungsaktionen auf BSR-Liegenschaften an. Auch hat die BSR erneut an der Aktion „Wer radelt am meisten?“ teilgenommen, einem Fahrradwettbewerb der Initiative mehrwert Berlin.
Die BSR bietet Umweltbildung auch über das eigene Unternehmen hinaus an und geht mit mannigfaltigen Angeboten an Kitas und Schulen. Mehr dazu unter: bsr.de/umweltbildung
Eine Übersicht aller Maßnahmen findet sich im Abschlussbericht, der hier zum Herunterladen bereitsteht: berlin.de/sen/uvk/_assets/klimaschutz/klimaschutz-in-der-umsetzung/vorbildrolle-oeffentliche-hand/abschlussbericht-klimaschutzvereinbarung-bsr-2016-2025.pdf (Link zu externer Website, öffnet in neuem Tab)
Die BSR hat bereits 2007 als erstes landeseigenes Unternehmen eine Klimaschutzvereinbarung mit dem Berliner Senat abgeschlossen. Im Rahmen der ersten Klimaschutzvereinbarung (Laufzeit 2006 bis 2010) erzielte die BSR eine Einsparung von 124.500 Tonnen CO2 gegenüber dem Basisjahr 2005. Im Rahmen der zweiten Klimaschutzvereinbarung (Laufzeit 2011 bis 2015) erzielte die BSR eine Einsparung von 137.400 Tonnen CO2 gegenüber dem Basisjahr 2010. Insgesamt kommt die BSR damit auf eine Emissionseinsparung von mehr als 300.000 Tonnen CO2.
Anfang 2026 hat die BSR gemeinsam mit dem Berliner Senat sowie 22 weiteren Landesunternehmen den Klimapakt 2025-2030 unterzeichnet. Durch den Klimapakt bekräftigen das Land Berlin und alle beteiligten Unternehmen ihr gemeinsames Engagement für den Klimaschutz, schaffen aber auch gemeinsam den Rahmen für dessen verlässliche Finanzierung.
Weitere Informationen zum Klimaschutz bei der BSR: bsr.de/klimaschutz

