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Deponiegas: Kraftstoff mit hohem Energiegehalt

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© EFRE

Deponiegas ist ein guter Energielieferant. Wir gewinnen es aus den drei ehemaligen Mülldeponien Schwanebeck, Wernsdorf und Schöneicher Plan, auf denen noch bis zum Jahr 2005 Teile des Berliner Hausmülls abgelagert wurden. Heute sind sie geschlossen und die Baumaßnahmen zur Oberflächenabdeckung laufen. Die ehemaligen Müllkippen geben jedoch weiterhin große Mengen Deponiegas ab.

Das Gas entsteht, wenn die organischen Anteile des Hausmülls im Deponiekörper unter Luftabschluss durch Bakterien abgebaut werden. Es besteht etwa zur Hälfte aus Methan, das extrem klimaschädlich ist und schon deshalb nicht in die Atmosphäre entweichen sollte. Wir saugen das Gas daher aus dem Deponiekörper ab und verwerten es anschließend in Blockheizkraftwerken energetisch.

So schlagen wir zwei Fliegen mit einer Klappe: Wir schützen zum einen das Klima. Zum anderen erzeugen wir aus dem Methan Energie. Und zwar genug, um eine Kleinstadt mit umweltfreundlichem Strom und Fernwärme zu versorgen.

Fördermittel der EU

Seit 2013 erhält die Deponie Schwanebeck eine endgültige Oberflächenabdichtung. Diese Maßnahme ist in insgesamt acht Bauabschnitte unterteilt. Für den fünften Bauabschnitt der Oberflächenabdichtung der Deponie Schwanebeck haben wir Fördermittel der EU erhalten. Sie stammen aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und werden von der Investitionsbank des Landes Brandenburgs (ILB) ausgegeben. Die Bauabschnitte sechs bis acht werden in den Jahren 2021 bis 2023 realisiert.
 

Optimierung der Gasfassung auf den Deponien Schwanebeck und Wernsdorf

Deponie Wernsdorf

Förderkennzeichen 03K14566

Die Siedlungsabfalldeponie Wernsdorf wurde als erste der drei Deponien der BSR bereits ab dem Jahr 2000 nicht mehr mit Abfall beliefert und zum 01.06.2005 in rechtlichem Sinne stillgelegt. Im Jahr 2004 wurden eine Gasfassungsanlage mit 17 Gasbrunnen und eine BHKW-Anlage für die Gasverwertung gebaut und in Betrieb genommen. Eine (Not-)Fackel ergänzt das System. Das Gasfassungssystem wurde im Jahr 2016 um 4 Gasbrunnen erweitert. Das geförderte Deponiegas wird in einer BHKW – Anlage verstromt, der erzeugte Strom in das öffentliche Netz eingespeist. Mit dem eigenerzeugten Strom und einem Teil der Abwärme der Motoren wird das Betriebsgebäude versorgt.

Im Jahr 2009 begannen die Arbeiten zur Oberflächenabdichtung der Deponie, welche 2017 vollständig abgeschlossen wurden. Sie befindet sich in der sogenannten Nachsorgephase.

Um die dauerhafte Funktionstüchtigkeit des Gasfassungssystems zu gewährleisten wurden die Gasbrunnenköpfe der Gasbrunnen umgebaut bzw. instandgesetzt. Zudem sind die vorhandenen Verdichteranlagen, für das seit einiger Zeit rückläufige Gasaufkommen, nicht mehr richtig dimensioniert. Sie werden durch kleinere Verdichteranlagen ersetzt. Das Ziel beider Maßnahmen besteht in einer deutlichen Steigerung des Gasfassungsgrades. Die Arbeiten sollen noch im Jahr 2021 abgeschlossen werden.  

Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert.

Deponie Schwanebeck

Förderkennzeichen 03K13887

Die Siedlungsabfalldeponie Schwanebeck wurde zum 01.06.2005 stillgelegt. In den Jahren 1999 und 2000 wurden eine Gasfassungsanlage mit insgesamt 117 Gasbrunnen und ein Blockheizkraftwerk (BHKW) gebaut und in Betrieb genommen. Das aus der Deponie geförderte Deponiegas wird im Blockheizkraftwerk verstromt. Die Abwärme der Anlage wiederum versorgt über eine Fernwärmeleitung das Heizkraftwerk Buch.

Zur Erhöhung des Gasfassungsgrades und langfristigen gastechnischen Sicherung werden auf der Deponie Schwanebeck im Jahr 2021 insgesamt 30 neue Gasbrunnen abgeteuft. Mit dieser Maßnahme wird der rückläufigen Deponiegasbildung entgegengewirkt und gleichzeitig schadhafte alte Gasbrunnen ersetzt. Das Ziel ist, eine Steigerung des Gasfassungsgrades um mehr als 25 Prozent. Die Arbeiten sollen im Sommer 2023 mit dem Setzen der Brunnenköpfe auf der bis dahin fertiggestellten Oberflächenabdichtung abgeschlossen werden.    

Das Projekt wird vom Bundesumweltministerium im Rahmen der „Nationalen Klimaschutzinitiative“ aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages gefördert. 

Nationale Klimaschutzinitiative

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

Näheres zum Förderprogramm finden Sie auf den Internetseiten des Bundesumweltministeriums und des Projektträgers Jülich.

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Logo Nationale Klimaschutzinitiative
© Nationale Klimaschutzintiative

Wussten Sie schon …

… dass wir für unser Verfahren zur energetischen Verwertung von Deponiegas mit dem Berliner Umweltpreis ausgezeichnet wurden?

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