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Produzieren, wegwerfen, neu produzieren, wegwerfen. Für die meisten von uns ist es normal, Gebrauchtes zu entsorgen und durch neue Produkte zu ersetzen. Immer neue Anlässe, Konsum-, und Rabatttage, wie der Black Friday, verstärken das Leben im Überfluss und verleiten zum schnellen Wegwerfen.

Zum Auftakt der Europäischen Woche der Abfallvermeidung setzen wir deshalb seit fünf Jahren gegen den konsumorientierten „Black Friday“ mit dem #abfallfreitag ein Zeichen. 

Das Zero Waste Future Festival 2022

Wonach schmeckt ein Cocktail aus fermentiertem Obst? Wie macht man aus Verpackungsabfall eine Perlenkette? Und wann wird ein Loch im Pullover zu einem Blickfang?

Beim Zero Waste Future Festival zelebrierte Berlin seine Zukunft mit null Verschwendung und weniger Abfall. Wir haben mit Ihnen und den kreativsten Köpfen der Zero-Waste-City die ultimative Trash-Gala gefeiert. In der NochMall, dem Gebrauchtwarenkaufhaus der BSR, kamen Künstler:innen, Designer:innen und Aktivist:innen zusammen, um ihre Ideen für ein zirkuläres und abfallarmes Leben vorzustellen. 

Berliner Zero-Waste-Projekte haben Workshops in der NochMall und an anderen Orten der Stadt angeboten und gezeigt, wie wir in Zukunft Kunst, Kultur und Unterhaltung mit weniger Plastik- und Rohstoffverbrauch selbst gestalten können.

DIE ULTIMATIVE TRASH-GALA

Es wurde richtig bunt: Zum #abfallfreitag feierte sich die Berliner Zero-Waste-City standesgemäß in der NochMall, dem Gebrauchtwarenkaufhaus der BSR in der Auguste-Viktoria-Allee 99 in Reinickendorf. Die visionärsten Köpfe der Szene haben gezeigt, was sie für eine schöne neue Kreislaufwelt brauchen. Bakterien? Goldkleber? Rührgeräte? Vielleicht – vor allem aber die Lust an der Verwandlung. In praktischen Workshops konnte sich jeder und jede Besuchende von Kopf bis Fuß auf Wiederverwertung einstellen und zum Beispiel Festivalschmuck, Upcycling-Geschenke und ein Gala-Outfit selbst herstellen und damit an unseren ganz besonderen Theken vorbeiflanieren, wo es fermentierte Cocktails aus dem Mikrobenzirkus, Bier aus Brotresten oder per pedes selbst erstrampelte Smoothies aus geretteten Lebensmitteln zu verkosten gab. 

Mit dem Bühnenprogramm der Trash-Gala drehte sich das Kaleidoskop der Kreativität noch schneller. Die Handballspieler von den Berliner Füchsen haben für uns die Trikots fallen lassen – und versierte Modemacher:innen haben daraus eine Kollektion entworfen. Eine Designerin zeigte in einer Performance, wie sie und ihr Team der Verschwendung in der Retouren-Industrie durch investigative Recherche auf die Schliche gekommen sind. Warum Ölkanister der Sound der Zukunft sind, wie man mit Bier die Welt retten kann und was Rammstein mit Zero Waste zu tun hat, wird an dieser Stelle aber noch nicht verraten.

Trash-Gala-Workshop

Das Medium ist die Message: Die versierte Upcyclerin Sigrid Münzberg zeigt in ihrem Workshop, wie sich aus bunten Werbebannern ganz einfach kleine Taschen basteln lassen. Gerade vor Weihnachten ist das eine ideale Möglichkeit, schon mal an Geschenke zu denken. In Sachen Inhalt können wir aber auch nicht weiterhelfen. Vielleicht steht ja was auf dem Banner.

Im Papierabfall türmen sich bunte Kataloge, Fehldrucke, Zeitungen – bestes Ausgangsmaterial für individuelle Karten oder Geschenkanhänger. Die Upcycling-Experten von Kunst-Stoffe e.V. zeigen an ihrer Falt-Bar, wie man auch ohne Vorkenntnisse, Begabung oder Geld innerhalb kurzer Zeit die papierene Grundlage für einen herzlichen Gruß basteln kann.

Wie aus Altpapier Spielzeuge gefaltet werden? Oder aus alten T-Shirts Makramee-Blumenhalter entstehen? Am Upcycling-Bastelmobil zeigen erfahrene Designer:innen, wie aus gesammelten Reststoffen eigene Objekte für den Alltag entstehen. Dafür gilt es nichts weiter mitzubringen, außer: Lust. 

Die Upcycling-Designerin Mariángeles Aguirre und ihr Team helfen vermeintlich alte Kleidung umzuwandeln und ihr neues Leben oder sogar neue Funktionen zu geben. Mitgebrachte und auch zu Verfügung stehende Kleidungsstücke werden an der „Styling- oder Upcycling-Station“ gemeinsam repariert, verbessert und umgestaltet.

Workshop-Programm

Beim Zero Waste Future Festival wurde eine Woche lang mit allen Sinnen ausprobiert, wie Zero Waste im Alltag funktioniert. Alle Workshops waren kostenlos.

Wie aus Altpapier Spielzeuge gefaltet werden? Oder aus alten T-Shirts Makramee-Blumenhalter entstehen? Am Upcycling-Bastelmobil zeigen erfahrene Designer:innen, wie aus gesammelten Reststoffen eigene Objekte für den Alltag entstehen. Dafür gilt es nichts weiter mitzubringen, außer: Lust. 

albert concepts | Sa., 12.11.2022 | 14:0017:00 Uhr | Gropius Passagen, Johannisthaler Chaussee 317, 12351 Berlin-Neukölln

albert concepts | Mo., 14.11.2022 | 15:0018:00 Uhr | Schönhauser Allee Arcaden, Schönhauser Allee 80, 10439 Berlin-Prenzlauer Berg

albert concepts | Do., 17.11.2022 | 16:0019:00 Uhr | Neukölln Arcaden, Karl-Marx-Straße 66, 12043 Berlin-Neukölln

Anmeldung nicht notwendig

Eigentlich ganz einfach: Man werfe Obst und Gemüse in ein Mixgerät, verschließe den Deckel, steige auf das umgerüstete Smoothie-Fahrrad und trete richtig kräftig in die Pedale. Mit der Kraft der zwei Schenkel werden gerettete Lebensmittel in feine Drinks verwandelt – und ein Bewusstsein für Ressourcen geschaffen. Das einzige Fahrradrennen, an dessen Ende alle gewinnen: Kopf, Körper und Umwelt.

Yeşil Çember – ökologisch interkulturell gGmbH | Sa., 12.11.2022 | 10:0014:00 Uhr | Eurogida Supermarkt, Tempelhofer Damm 2, 12101 Berlin-Tempelhof

Yeşil Çember – ökologisch interkulturell gGmbH | Di., 15.11.2022 | 11:0015:00 Uhr | Wochenmarkt am Maybachufer

Anmeldung nicht notwendig

In den Gläsern von Alexis Goertz und Jonas Grube finden magische Verwandlungen statt. In ihrem Workshop stellen sie mehrere Methoden des Laktofermentierens vor – eine jahrtausendealte Technik zur Konservierung von Lebensmitteln. Statt eines CO₂-intensiven Kühllagers, um die 2022er-Ernte bis März „frisch“ anzubieten, lieber ab damit in Omas Sauerkrautfass! Die Teilnehmenden dürfen sich von den mitgebrachten Beispielfermenten inspirieren lassen, werden mit Küchengeräten ausgerüstet und dürfen sich schließlich selbst mit gerettetem Gemüse ausprobieren. Simsalabim.

Edible Alchemy CoLaboratory | Sa., 12.11.2022 | 13:0015:00 Uhr | NochMall, Auguste-Viktoria-Allee 99, 13403 Berlin-Reinickendorf 

Ausgebucht

Die Designerin Lisa Prantner fertigt schon seit vielen Jahren in ihrem Atelier aus Altkleidern, Retouren und Produktionsüberhängen hochwertige Modekollektionen. In ihrem Workshop zeigt sie im Schnelldurchlauf, wie aus fast jedem T-Shirt noch etwas rauszuholen ist. Teilnehmende können mithilfe von Schablonendruck, Sprühen, Bleichen oder Flechten ihre alten Fetzen (bitte zum Workshop mitbringen!) in neue Lieblingsstücke verwandeln.

Bis es mir vom Leibe fällt e. V. | Sa., 12.11.2022 | 16:0018:00 Uhr | NochMall, Auguste-Viktoria-Allee 99, 13403 Berlin-Reinickendorf

Ausgebucht

Überall auf der Welt kennt man Teigtaschen. In ihnen stecken aber nicht nur kulturelle Identitäten, sondern meistens auch köstliche Füllungen. Die Köch:innen von DingsDums zeigen in ihrem Workshop, wie sich gerettete Zutaten in verschiedenen Teigtaschen verstecken lassen. So viel sei schon verraten: Es gibt mindestens so viele Falttechniken zu entdecken wie Geschmäcker.

DingsDums Dumpling | Mo., 14.11.2022 | 14:0018:00 Uhr | NochMall, Auguste-Viktoria-Allee 99, 13403 Berlin-Reinickendorf

Ausgebucht

Bei der japanischen Reparaturtechnik Kintsugi wird zerbrochenes Geschirr mit einem Goldkleber wieder zusammengesetzt und die Risse werden danach vergoldet. Dadurch werden die Spuren eines Bruchs nicht vertuscht, sondern hervorgehoben – eine wertvolle Lernerfahrung, wie man mit kaputten Objekten umgehen kann. Die Künstlerin Eva Lenz-Collier ist fasziniert von der Schönheit des Makels und restauriert damit wertvolle Tassen, Teller und Vasen. Kaputte Lieblingsstücke (bis zu 4 Scherben) gerne mitbringen!

Eva Lenz-Collier | Di., 15.11.2022 | 14:0017:00 Uhr | NochMall, Auguste-Viktoria-Allee 99, 13403 Berlin-Reinickendorf

Ausgebucht

Wenn der Pullover aber nun mal ein Loch hat, liebe Lisa? Dann ist das noch lange kein Grund, ihn wegzuwerfen. Ausgehend von Löchern, Rissen und Flecken zeigt die Designerin Lisa Prantner unkomplizierte Reparaturmethoden. Ob Stopfen, Unterlegen, Bekleben, Überdrucken, Überfilzen oder Übernähen – ihre Methoden erfordern keine übermäßigen Nähfertigkeiten, sondern vor allem Experimentierfreude.

Bis es mir vom Leibe fällt e. V. | Do., 17.11.2022 | 16:0019:00 Uhr | NochMall, Auguste-Viktoria-Allee 99, 13403 Berlin-Reinickendorf

Ausgebucht

Seit Jahrtausenden nutzen Näher:innen auf der ganzen Welt eine Flickentechnik, um aus verschiedenen Stoffen ein zusammenhängendes Stück zu fertigen. In diesem Workshop führt die Künstlerin Alma Alloro in die uralte Kulturtechnik des „Quiltings“ ein. Die Teilnehmenden lernen bei der Fertigung eines eigenen Quilts nicht nur Grundkenntnisse im Nähen, sondern werden auch in die Philosophie des Quiltings eingeführt. Stoffreste dürfen gern mitgebracht werden.

Alma Alloro | Do., 17.11.2022 | 16:0020:00 Uhr | NochMall, Auguste-Viktoria-Allee 99, 13403 Berlin-Reinickendorf

Ausgebucht

Herrenanzüge aus Reissäcken, Kettenhemden aus Plastikdeckeln, Reifröcke aus Schirmen – bei diesem Upcycling-Workshop dürfen die Kostüme so schrill wie möglich sein. Das World Trash Center leitet dazu an und lässt zunächst Abfall zu Mode werden – und nimmt um 17:00 Uhr auch alle Macher:innen, die Lust haben, als Models auf dem Laufsteg der Trash-Gala.

World Trash Center | Mi., 18.11.2022 | 12:3016:30 Uhr | NochMall, Auguste-Viktoria-Allee 99, 13403 Berlin-Reinickendorf

Ausgebucht

Was man aus einem alten Wasserschlauch, einem Abflussrohr, Isolierband und einem Trichter herauskriegt? Wenn man es richtig gemacht hat, auf jeden Fall ein paar Töne. Das Künstler:innnenkollektiv „Selbstgebaute Musik“ zeigt, wie man aus alltäglichen Gegenständen akustische Musikinstrumente wie beispielsweise eine „Schlauchtrompete“ oder ein „Ballonhorn“ bauen kann. Aus den daraus entstehenden Sounds baut Selbstgebaute Musik dann ein Konzertset, das während der Trash-Gala am Abend die Modenschau untermalt.

Selbstgebaute Musik e. V. | Fr., 18.11.2022 | 13:3016:30 Uhr | NochMall, Auguste-Viktoria-Allee 99, 13403 Berlin-Reinickendorf

Ausgebucht

Feinperlige, erfrischende und gesunde Getränke herstellen – das ist das Ziel dieses Workshops. Mithilfe von Wasserkefir soll ein Brauprozess vorgestellt und die probiotische Wirkung der lebenden, gesunden Bakterien untersucht werden. Und natürlich gibt es auch einiges zu verkosten: Die sprudeligen Getränke sind gut für den Bauch, aber auch ein Erlebnis für die Zunge. Anschließend können die Kristalle zum Weiterexperimentieren mit nach Hause genommen werden.

Edible Alchemy CoLaboratory | Fr., 18.11.2022 | 14:0015:30 Uhr | NochMall, Auguste-Viktoria-Allee 99, 13403 Berlin-Reinickendorf 

Ausgebucht

Wir leben in einer Welt aus Plastik. Dieser Workshop erklärt, was Plastik überhaupt ist, wie es sortiert und verarbeitet wird – und zwar am praktischen Beispiel! Mitgebrachter, gereinigter Plastikabfall aus der Wertstofftonne kann in der NochMall geschreddert, geschmolzen und spritzgegossen – und als persönlicher Festival-Schmuck getragen werden. Kann es ein besseres Eintrittsbändchen geben für das Zero Waste Future Festival

Merijaan oHG | Fr., 18.11.2022 | 14:0016:30 Uhr | NochMall, Auguste-Viktoria-Allee 99, 13403 Berlin-Reinickendorf 

Ausgebucht

So geht abfallfrei: Tipps, um Abfall zu vermeiden

Gemüse frisch von der Ernte
© Adobe Stock/ajlatan

Greifen Sie zu regionalen und saisonalen Produkten, die Sie leicht auf dem Wochenmarkt finden. Denn der Anblick überfüllter Regale führt schnell zu übertriebenen Einkäufen, wodurch mehr Essensreste als nötig in der Biotonne landen. Dabei ergibt Übriggebliebenes oft noch eine Mahlzeit. Bei Produkten, die Sie ohnehin schälen oder putzen wollen (Bananen oder Blumenkohl), sollten Sie auf eine zusätzliche Verpackung verzichten und das Preisschild direkt auf den Artikel                                                                                                        kleben.

Beutel mit Einkäufen
© Stocksy.com/Deirdre Malfatto

Wer einkaufen geht, sollte immer einen Stoffbeutel dabei haben. Den kann man fast lebenslang verwenden. Damit setzen Sie der jährlichen Menge von rund 266 Millionen Plastiktüten (allein in Berlin!) ordentlich was entgegen. Nutzen Sie also einen Stoffbeutel und sparen Sie Abfall.

Essen im Eineweckglas
© www.lunchimglas.com

Mittags schnell zum Imbiss: eine Currywurst auf einer Pappschale mit Plastikpieker. Den Kaffee danach aus dem Plastikbecher, genauso wie die Kaffeesahne und auch das Umrührstäbchen. Das muss nicht sein. Entweder, Sie nehmen einen eigenen Teller mit. Oder Sie bereiten am Vorabend zuhause ein Lunch-Paket vor, füllen die Portion in ein Weckglas. Ein paar Rezepte für „Lunch im Glas“ gibt’s online im TrenntMagazin: www.trenntmagazin.de/ein-glaeschen-fuer-alle/

Frau trinkt aus Mehrwegbecher
© Getty Images/Westend61

Pro Stunde verbraucht Berlin 20.000 Einwegbecher. Dabei sind Mehrwegbecher eine müllfreie Alternative. Gemeinsam mit der Bewegung Better World Cup wollen wir der Einwegbecherflut in Berlin ein Ende setzen. Deshalb bekommen Sie in Partnerläden Rabatt auf Heißgetränke im mitgebrachten Mehrwegbecher. Mehr Infos: www.betterworldcup.berlin 

Krimskrams, gerauchte Dinge
© Adobe Stock/Giuseppe Porzani

Nicht alles muss neu gekauft werden. Selten genutzte Gegenstände teilen oder mieten ist günstig und umweltschonend. Beispielsweise bieten viele Baumärkte einen Leih-Service für Bohrmaschine und Co. an. 

Alter Plattenspieler als Werbung für die NochMall
© BSR

In der NochMall, dem BSR-Gebrauchtwarenhaus, bekommen gut erhaltene Dinge ein zweites Leben. Auf 2.500 Quadratmetern finden Sie u.a. Möbel, Kleidung, Elektrogeräte, Haushaltswaren, Spielzeug und Bücher. Viele Sachen müssen nicht weggeworfen werden, sondern dürfen nochmal(l) verwendet werden. Sie können auch gutes Gebrauchtes vor Ort abgeben: Gebrauchtwarenkaufhaus NochMall, Auguste-Viktoria-Allee 99, 13403 Berlin-Reinickendorf . Weitere Annahmestellen: Recyclinghof Hegauer Weg und Recyclinghof Lengeder Straße

Second Hand Kleidung
© Istock/timnewman

Was Sie loswerden wollen, sucht jemand anderes vielleicht gerade dringend. Also werfen Sie Ihr Gebrauchtes nicht weg – verschenken oder tauschen Sie es online kostenlos im Tausch- und Verschenkmarkt: https://www.bsr.de/tausch-und-verschenkmarkt-20985.php. Natürlich können Sie gut erhaltene Sachen auch an karitative Einrichtungen weitergeben: www.BSR.de/Spenden

Korbgeflecht von Stuhl reparieren
© Adobe Stock/Fotoschlick

Ob Möbel, Kleidung oder Accessoires – im Online-Stadtplan TrenntMap finden Sie alle Upcycling-Läden und Repaircafés auf einen Klick: www.trenntmap.de. Anregungen geben auch verschiedene Do-it-yourself-Plattformen.

Lieferanten Eignererklärung

Auch im Büro können Sie auf den sinnvollen Umgang mit Ressourcen achten. So sollten Getränkeautomaten mit Mehrwegsystemen ausgestattet sein. Es muss auch nicht immer alles und jede E-Mail ausgedruckt werden. Lässt es sich allerdings nicht vermeiden, sollte der beidseitige Druck eingestellt sein. Mehr Tipps zum Abfallvermeiden im Büro finden Sie hier.

Das Zero Waste Future Festival 2021

Berlin hat den #abfallfreitag – mit dem Zero Waste Future Festival gefeiert. Am 19. November 2021 kamen die spannendsten Vordenker eines abfallfreien Lebens in der NochMall, dem Gebrauchtwarenhaus der Berliner Stadtreinigung, zusammen und stellten ihre Ideen vor, wie ein Leben und Arbeiten mit weniger Müll ganz konkret funktioniert.

In Vorträgen, Diskussionen und Werkstattbesuchen erklärten und zeigten Theoretiker:innen und Praktiker:innen, was zirkuläres Wirtschaften überhaupt bedeutet und wie es für jeden Einzelnen umsetzbar ist.

Programm-Beiträge auf einen Blick

Immer mehr Berliner:innen möchten ihre Lebensmittel unverpackt einkaufen. Aber lässt sich das genauso bequem in den Alltag integrieren wie ein Einkauf im Supermarkt? Christiane Sieg hat den Lieferservice und Unverpackt-Laden „Der Sache wegen“ im Prenzlauer Berg gegründet und verrät, wie sich Zero Waste unkompliziert in den Alltag integrieren lässt – und wie aus weniger Müll mehr Bewusstheit wird.

Im ehemaligen Haus der Statistik am Alexanderplatz haben verschiedene Initiativen von Material-Rettern ihre Lager aufgeschlagen. Sie sammeln übrig gebliebene Baumaterialien, verleihen Werkzeuge, helfen beim Reparieren und Upcyceln. Nirgendwo sonst in Berlin wird die Utopie einer Kreislaufwirtschaft so greifbar. Wir tauchen ein in den bunten Kosmos und fragen: Ist das der Baumarkt der Zukunft?

10 Folien mit jeweils 20 Sekunden Erklärzeit – das ist das Format, in dem Akteur:innen der Berliner Zero-Waste-Szene ihre Ideen und geförderten Projekte vorstellen können. Jede Stunde ist ein Projekt im Videochat und anschließend gibt’s Antworten auf Ihre Fragen.

A tip: tap e.V.: https://youtu.be/c51NJ85WTdE

Cember: https://youtu.be/LTazWP0adao

Deutsche Umwelthilfe: https://youtu.be/BK5nuhU5RoI

Einmal ohne, bitte: https://youtu.be/-XH1EythvIs

Stiftung Naturschutz: https://youtu.be/Ablb-4UAlGw

Verbraucherzentrale: https://youtu.be/38es47I-6E4

In der NochMall treffen wir die Bloggerinnen von Found on the Street, die Modedesignerin Sigrid Münzberg von Sekundär-Schick und die Kintsugi-Künstlerin Eva Lenz-Collier, die uns eine kurze Einsicht in ihre Arbeit und Projekte geben.

Das Restaurant Frea ist das erste vegane müllfreie Restaurant der Welt. Alle Lebensmittel würden zu 100 Prozent verarbeitet, sagt der Gründer David Suchy und nimmt uns mit in Speisekammer, Küche und Gastraum. Welche Spitzentipps des Zero Waste können wir von einem Spitzenrestaurant übernehmen?

Nur etwa ein Drittel aller Getränke werden in Mehrwegflaschen verkauft, Getränke und Essen to go werden noch immer mehrheitlich in Einwegverpackungen ausgegeben und geliefert – obwohl der Gesetzgeber immer klarere Regelungen pro Mehrweg erlässt. Wie ist der Stand in Berlin, was können wir von anderen Ländern lernen und wie können wir Mehrweg in Berlin weiter voranbringen? Das diskutieren Expert:innen der BSR, der Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, der Deutschen Umwelthilfe und von GLOBAL 2000.

Pappbecher, Plastikgeschirr, Aluminium-Teller – spätestens seit den Hygienemaßnahmen während der Corona-Pandemie haben sich viele Menschen ihr Essen aus Restaurants mitgenommen. Der entstandene Verpackungsmüll ist enorm. Wie kann das anders funktionieren? Nina Fuchs vom Projekt „Klimaschutz is(s)t Mehrweg“ des Vereins „LIFE – Bildung Umwelt Chancengleichheit“ verrät, wie Gastronom:innen und Gäste auf Mehrweglösungen umsteigen können.

Warum soll ich trennen – wird nicht alles sowieso zusammengekippt? Wieso muss das Taschentuch in den Restmüll? Wohin gehört eine blaue Glasflasche? Es gibt Fragen, die werden dem Abfallberatungs-Team der BSR immer wieder gestellt. Franziska Voß und Sebastian Seibel haben auf Social Media Ihre Fragen gesammelt und beantworten die wichtigsten FAQs und die größten Müllmythen.

Zero Waste Future Festival 2020


Als Teil unseres letzten Online-Festivals hatten feste Größen der Berliner Zero-Waste-Szene die Möglichkeit, sich vorzustellen. Hier können Sie sich alle Präsentationen noch einmal anschauen.

Alle Programmbeiträge auf einen Blick

Kräutertee im Metallei und Müsli aus dem Glas: Original-Unverpackt-Gründerin Milena Glimbovski und Künstlerin/Food-Art-Week-Initiatorin Tainá Guedes sprechen beim Frühstück über ihre Erfahrungen beim verpackungsfreien Einkaufen und abfallarmen Kochen.

Alte Schuhkartons einfach in den Müll? Nein! Wir zeigen euch, wie ihr daraus eine Murmel-Bahn und einen Tisch-Kicker basteln könnt. Viel Spaß beim Basteln und Spielen!

Hier geht´s zur Materialliste (pdf-Dokument 1,65 MB)

Im Haus der Materialisierung in Berlin haben Material-Retter-Initiativen ihr Lager aufgeschlagen. Die Aktivisten Nikolai Wolfert und Gerard Roscoe von der Leihplattform „Cosum" wollen von dort die Idee des Teilens von Dingen in die Stadt tragen. Ihr Motto lautet: „Teilen ist Zukunft“. Neugierig?

Der Koch und eat! berlin Festivalleiter Bernhard Moser zeigt, wie einfach in der Mittagspause eine schnelle Mahlzeit zubereitet werden kann, bei der nichts übrigbleibt. Guten Appetit!

Rezeptidee (PDF Dokument)

Die Bloggerin Olga Witt zeigt anhand ihres eigenen Lebens, wie man Müllvermeidung praktizieren kann. Sie führt durch ihre Wohnung und zeigt, wie jeder mit einfachen Möglichkeiten Abfälle zu Hause vermeiden kann.

Auch im Büro kann Müll vermieden werden. Wie Unternehmen erste Schritte zu einem nachhaltigeren Arbeitsalltag gehen können, erklärt Nicol Hartz vom Zero Waste e. V. im Gespräch.

Warum soll ich trennen, wird nicht sowieso alles zusammengekippt? Wo muss das Taschentuch entsorgt werden? Und wie entsorgt man blaue oder rote Glasflaschen? Es gibt Müll-Fragen, die immer wieder auftauchen. Franziska Voß und Sebastian Seibel, das Abfallberatungs-Team der BSR, entschlüsseln die Müllmythen.
 

Die TrenntMagazin-Chefredakteurin Greta Taubert spricht mit Nora Sophie Griefahn von Cradle to Cradle NGO über das Prinzip eines völlig neuen Produktdesigns. Wie kann der Mensch ein Nützling sein und einen positiven ökologischen Fußabdruck hinterlassen? Und wie können Produkte so designt werden, dass sie durchgehend in Kreisläufen zirkulieren und gesunde Materialien enthalten?

Der Verein „RESTLOS GLÜCKLICH“ bereitet ein 3-Gänge Zero-Waste-Menü aus geretteten Lebensmitteln zu und garniert diese mit Gesprächen zu Lebensmittelwertschätzung bei einem Landwirtschaftsbetrieb und einem Lebensmitteleinzelhändler.

Hier geht’s zu den Rezepten (PDF Dokument 0,5 MB)

Das Jugendorchester aus Cateura, der größten Mülldeponie Paraguays, ist schon in über 40 Ländern aufgetreten. Dabei spielt die Gruppe ausschließlich auf Instrumenten aus Schrott und recycelten Materialien.