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Produzieren, wegwerfen, neu produzieren, wegwerfen. Für die meisten von uns ist es normal, Gebrauchtes zu entsorgen und durch neue Produkte zu ersetzen. Immer neue Anlässe, Konsum-, Feier- und Rabatttage, wie der Black Friday, verstärken das Leben im Überfluss und verleiten zum schnellen Wegwerfen.

Zum Auftakt der Europäischen Woche der Abfallvermeidung setzen wir deshalb gegen den konsumorientierten „Black Friday“ mit dem #abfallfreitag ein Zeichen. Der Abfallfreitag wurde 2018 zum ersten Mal ausgerufen und hat sich im Laufe der Jahre bereits gut etabliert. Zahlreiche Privatpersonen, Bezirksämter, Institutionen, Firmen, Vereine und Personen der Zero-Waste-Bewegung beteiligen sich jedes Jahr am Abfallfreitag und setzen gemeinsam mit uns ein stark sichtbares Zeichen gegen übermäßigen Konsum, Ressourcenverschwendung und zu viel Abfall in der Stadt.

Das Zero Waste Future Festival 2020

Aufgrund der aktuellen Situation fand 2020 das kostenlose „Zero Waste Future Festival“ online statt. Am 20. November kam dafür das Who is Who der Berliner Kreislaufwirtschaft zusammen und hat gezeigt, wie ein Leben mit weniger Abfall und besserem Recycling konkret funktioniert. Von Workshops, Vorträgen, Diskussionen bis zum Konzert bot das digitale Zero Waste Future Festival den Teilnehmenden Anregungen, Tipps und Wissenswertes für alle, die mit weniger Abfall leben und arbeiten wollen.
Sie konnten am Zero Waste Future Festival im November 2020 nicht teilnehmen? Hier finden Sie noch einmal alle spannenden und inspirierenden Beiträge...

Zero Waste Future Festival Beiträge 2020

Kräutertee im Metallei und Müsli aus dem Glas: Original-Unverpackt-Gründerin Milena Glimbovski und Künstlerin/Food-Art-Week-Initiatorin Tainá Guedes sprechen beim Frühstück über ihre Erfahrungen beim verpackungsfreien Einkaufen und abfallarmen Kochen.

Alte Schuhkartons einfach in den Müll? Nein! Wir zeigen euch, wie ihr daraus eine Murmel-Bahn und einen Tisch-Kicker basteln könnt. Viel Spaß beim Basteln und Spielen!

Hier geht´s zur Materialliste (pdf-Dokument 1,65 MB)

Im Haus der Materialisierung in Berlin haben Material-Retter-Initiativen ihr Lager aufgeschlagen. Die Aktivisten Nikolai Wolfert und Gerard Roscoe von der Leihplattform „Cosum" wollen von dort die Idee des Teilens von Dingen in die Stadt tragen. Ihr Motto lautet: „Teilen ist Zukunft“. Neugierig?

Der Koch und eat! berlin Festivalleiter Bernhard Moser zeigt, wie einfach in der Mittagspause eine schnelle Mahlzeit zubereitet werden kann, bei der nichts übrigbleibt. Guten Appetit!

Rezeptidee (PDF Dokument)

Die Bloggerin Olga Witt zeigt anhand ihres eigenen Lebens, wie man Müllvermeidung praktizieren kann. Sie führt durch ihre Wohnung und zeigt, wie jeder mit einfachen Möglichkeiten Abfälle zu Hause vermeiden kann.

Auch im Büro kann Müll vermieden werden. Wie Unternehmen erste Schritte zu einem nachhaltigeren Arbeitsalltag gehen können, erklärt Nicol Hartz vom Zero Waste e. V. im Gespräch.

Warum soll ich trennen, wird nicht sowieso alles zusammengekippt? Wo muss das Taschentuch entsorgt werden? Und wie entsorgt man blaue oder rote Glasflaschen? Es gibt Müll-Fragen, die immer wieder auftauchen. Franziska Voß und Sebastian Seibel, das Abfallberatungs-Team der BSR, entschlüsseln die Müllmythen.
 

Die TrenntMagazin-Chefredakteurin Greta Taubert spricht mit Nora Sophie Griefahn von Cradle to Cradle NGO über das Prinzip eines völlig neuen Produktdesigns. Wie kann der Mensch ein Nützling sein und einen positiven ökologischen Fußabdruck hinterlassen? Und wie können Produkte so designt werden, dass sie durchgehend in Kreisläufen zirkulieren und gesunde Materialien enthalten?

Der Verein „RESTLOS GLÜCKLICH“ bereitet ein 3-Gänge Zero-Waste-Menü aus geretteten Lebensmitteln zu und garniert diese mit Gesprächen zu Lebensmittelwertschätzung bei einem Landwirtschaftsbetrieb und einem Lebensmitteleinzelhändler.

Hier geht’s zu den Rezepten (PDF Dokument 0,5 MB)

Das Jugendorchester aus Cateura, der größten Mülldeponie Paraguays, ist schon in über 40 Ländern aufgetreten. Dabei spielt die Gruppe ausschließlich auf Instrumenten aus Schrott und recycelten Materialien.


Als Teil unseres Online-Festivals hatten feste Größen der Berliner Zero-Waste-Szene die Möglichkeit, sich vorzustellen. Hier können Sie sich alle Präsentationen noch einmal anschauen.

Nutzen Sie gern unser Social-Media-Kit!

Social-Media-Kit Abfallfreitag

Wir geben dem #abfallfreitag das ganze Jahr über ein Gesicht, um möglichst viele Menschen in Berlin zu erreichen und von unserer Initiative zu überzeugen. Daher würden wir uns über Ihre Unterstützung freuen!

Hierfür haben wir Ihnen ein kostenloses Social-Media-Kit  zusammengestellt und möchten Sie einladen, uns und unsere Initiativen #abfallfreitag und #trenntstadt auf Instagram, Facebook, Twitter und Co. zu erwähnen und unseren Kanälen folgen.

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@bsr_berlinerstadtreinigung

 

@trenntmagazin

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@TrenntstadtBerlin

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Sie haben noch Fragen? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an: abfallfreitag@bsr.de

So geht abfallfrei: Tipps, um Abfall zu vermeiden

Gemüse frisch von der Ernte
© Adobe Stock/ajlatan

Greifen Sie zu regionalen und saisonalen Produkten, die Sie leicht auf dem Wochenmarkt finden. Denn der Anblick überfüllter Regale führt schnell zu übertriebenen Einkäufen, wodurch mehr Essensreste als nötig in der Biotonne landen. Dabei ergibt Übriggebliebenes oft noch eine Mahlzeit. Bei Produkten, die Sie ohnehin schälen oder putzen wollen (Bananen oder Blumenkohl), sollten Sie auf eine zusätzliche Verpackung verzichten und das Preisschild direkt auf den Artikel                                                                                                        kleben.

Beutel mit Einkäufen
© Stocksy.com/Deirdre Malfatto

Wer einkaufen geht, sollte immer einen Stoffbeutel dabei haben. Den kann man fast lebenslang verwenden. Damit setzen Sie der jährlichen Menge von rund 266 Millionen Plastiktüten (allein in Berlin!) ordentlich was entgegen. Nutzen Sie also einen Stoffbeutel und sparen Sie Abfall.

Essen im Eineweckglas
© www.lunchimglas.com

Mittags schnell zum Imbiss: eine Currywurst auf einer Pappschale mit Plastikpieker. Den Kaffee danach aus dem Plastikbecher, genauso wie die Kaffeesahne und auch das Umrührstäbchen. Das muss nicht sein. Entweder, Sie nehmen einen eigenen Teller mit. Oder Sie bereiten am Vorabend zuhause ein Lunch-Paket vor, füllen die Portion in ein Weckglas. Ein paar Rezepte für „Lunch im Glas“ gibt’s online im TrenntMagazin: www.trenntmagazin.de/ein-glaeschen-fuer-alle/

Frau trinkt aus Mehrwegbecher
© Getty Images/Westend61

Pro Stunde verbraucht Berlin 20.000 Einwegbecher. Dabei sind Mehrwegbecher eine müllfreie Alternative. Gemeinsam mit der Bewegung Better World Cup wollen wir der Einwegbecherflut in Berlin ein Ende setzen. Deshalb bekommen Sie in Partnerläden Rabatt auf Heißgetränke im mitgebrachten Mehrwegbecher. Mehr Infos: www.betterworldcup.berlin 

Krimskrams, gerauchte Dinge
© Adobe Stock/Giuseppe Porzani

Nicht alles muss neu gekauft werden. Selten genutzte Gegenstände teilen oder mieten ist günstig und umweltschonend. Beispielsweise bieten viele Baumärkte einen Leih-Service für Bohrmaschine und Co. an. 

Alter Plattenspieler als Werbung für die NochMall
© BSR

In der NochMall, dem BSR-Gebrauchtwarenhaus, bekommen gut erhaltene Dinge ein zweites Leben. Auf 2.500 Quadratmetern finden Sie u.a. Möbel, Kleidung, Elektrogeräte, Haushaltswaren, Spielzeug und Bücher. Viele Sachen müssen nicht weggeworfen werden, sondern dürfen nochmal(l) verwendet werden. Sie können auch gutes Gebrauchtes vor Ort abgeben: Gebrauchtwarenkaufhaus NochMall, Auguste-Viktoria-Allee 99, 13403 Berlin-Reinickendorf . Weitere Annahmestellen: Recyclinghof Hegauer Weg und Recyclinghof Lengeder Straße

Second Hand Kleidung
© Istock/timnewman

Was Sie loswerden wollen, sucht jemand anderes vielleicht gerade dringend. Also werfen Sie Ihr Gebrauchtes nicht weg – verschenken oder tauschen Sie es online kostenlos im Tausch- und Verschenkmarkt: https://www.bsr.de/tausch-und-verschenkmarkt-20985.php. Natürlich können Sie gut erhaltene Sachen auch an karitative Einrichtungen weitergeben: www.BSR.de/Spenden

Korbgeflecht von Stuhl reparieren
© Adobe Stock/Fotoschlick

Ob Möbel, Kleidung oder Accessoires – im Online-Stadtplan TrenntMap finden Sie alle Upcycling-Läden und Repaircafés auf einen Klick: www.trenntmap.de. Anregungen geben auch verschiedene Do-it-yourself-Plattformen.

Lieferanten Eignererklärung

Auch im Büro können Sie auf den sinnvollen Umgang mit Ressourcen achten. So sollten Getränkeautomaten mit Mehrwegsystemen ausgestattet sein. Es muss auch nicht immer alles und jede E-Mail ausgedruckt werden. Lässt es sich allerdings nicht vermeiden, sollte der beidseitige Druck eingestellt sein. Mehr Tipps zum Abfallvermeiden im Büro finden Sie hier.