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Mit dem #abfallfreitag setzen wir zum Auftakt der Europäischen Woche der Abfallvermeidung ein Zeichen gegen den konsumorientierten „Black Friday“. Und das mittlerweile zum dritten Mal. Aufgrund der aktuellen Situation wird 2020 das digitale „Zero Waste Future Festival“ stattfinden. Aktuell arbeiten wir mit Hochdruck an einem spannenden, ganztägigen Programm. In Kürze gibt es hier mehr Infos dazu.

 

Zero Waste Future Festival

Gemeinsam mit Zero Waste-Aktivisten und Aktivistinnen und -Initiativen, Firmen, Vereinen und Institutionen möchten wir mit dem digitalen „Zero Waste Future Festival“ neue Impulse, Ideen und konkrete Handlungsanleitungen geben, wie wir uns als Gesellschaft weiter Richtung Kreislaufwirtschaft bzw. zur Zero Waste City entwickeln können.

 

Spaß und unterhaltsame Wissensvermittlung stehen neben politisch-gesellschaftlichen Diskussionsrunden im Vordergrund: Zum Teil wird live aus der frisch eröffneten NochMall gesendet, es wird Workshops und Diskussionsrunden zu verschiedenen Themen geben, die Berliner Zero-Waste-Szene stellt sich vor und es werden speziell für diesen Anlass erstellte Filme zu sehen sein. Dabei gibt es die Möglichkeit, mit den Akteurinnen und Akteuren zu chatten.

9:00 Uhr: Begrüßung 
durch Stephanie Otto, Vorstandsvorsitzende der BSR, sowie Frieder Söling, Geschäftsführer der NochMall.

Ab 9:05 Uhr: Ich mach was mit Zero Waste – Berliner Akteure stellen sich vor
10 Folien mit jeweils 20 Sekunden Erklärzeit – das ist das Format, in dem sich viele Berliner Zero-Waste-Akteure und -Institutionen vorstellen. Präzise, unterhaltsam und im Anschluss mit Zeit für Ihre Fragen im Chat. 

9:30 Uhr: „Bonjour Zero Waste“ mit Milena Glimbovski und Tainá Guedes
Kräutertee im Metallei und Müsli aus dem Glas: Original-Unverpackt-Gründerin Milena Glimbovski und Künstlerin/Food-Art-Week-Initiatorin Tainá Guedes im Gespräch darüber, wie man abfallfrei in und durch den Tag kommt. 

10:00 Uhr: Up, up, up – Aus alten Verpackungen werden lustige Spiele
Wie wird aus Schuhkartons und Altpapier eine Murmelbahn? Oder ein Minikicker? Das Team von Albert Concepts Interior Architecture lädt Kinder und Erwachsene zum Upcyceln ein.

11:00 Uhr: Anleitung zum utopischen Realismus

Im Haus der Materialisierung haben Material-Retter-Initiativen ihr Lager aufgeschlagen. Die Aktivisten Nikolai Wolfert und Gerard Roscoe von der Leihplattform „Cosum" wollen von dort die Idee des Teilens von Dingen in die Stadt tragen. Ihr Motto lautet: „Teilen ist Zukunft“. Im Gespräch zeigen sie, wie jeder von uns als Cosument klimaneutraler und gemeinschaftlicher leben kann.


12:00 Uhr: Wir haben Hungerhungerhunger – und keine Lust auf Reste

Der Koch und eat! berlin Festivalleiter Bernhard Moser zeigt, wie einfach in der Mittagspause eine schnelle Mahlzeit zubereitet werden kann, bei der nichts übrig bleibt.


13:00 Uhr: Zero-Waste-Lifestyle für Einsteiger
Die Bloggerin Olga Witt zeigt anhand ihres eigenen Lebens, wie man Müllvermeidung praktizieren kann. Sie führt durch ihre Wohnung und zeigt, wie jeder mit einfachen Möglichkeiten Abfälle zu Hause vermeiden kann.

14:00 Uhr: Arbeit ist das halbe Abfallleben
Auch im Büro kann Müll vermieden werden. Wie Organisationen erste Schritte zu einem nachhaltigeren Arbeitsalltag gehen können, erklärt Nicol Hartz vom Zero Waste e. V. im Gespräch und im Chat. 

15:00 Uhr: Müllmythen
Warum soll ich trennen, wird nicht sowieso alles zusammengekippt? Wo muss das Taschentuch entsorgt werden? Und wie entsorgt man blaue oder rote Glasflaschen? Es gibt Müll-Fragen, die immer wieder auftauchen. Franziska Voß und Sebastian Seibel, das Abfallberater-Team der BSR, entschlüsseln die Müllmythen.

16:00 Uhr: Der Mensch ist ein Nützling – Was bedeutet Cradle to Cradle wirklich?
Die TrenntMagazin-Chefredakteurin Greta Taubert spricht mit Nora Sophie Griefahn von Cradle to Cradle NGO über das Prinzip eines völlig neuen Produktdesigns. Wie kann der Mensch ein Nützling sein und einen positiven ökologischen Fußabdruck hinterlassen? Und wie können Produkte so designt werden, dass sie durchgehend in Kreisläufen zirkulieren und gesunde Materialien enthalten?

 

17:00 Uhr:  Serviervorschlag
Der Verein „RESTLOS GLÜCKLICH“ bereitet ein 3-Gänge Zero-Waste-Menü aus geretteten Lebensmitteln zu und garniert diese mit Gesprächen zu Lebensmittelwertschätzung bei einem Landwirtschaftsbetrieb und einem Lebensmitteleinzelhändler.

17:30 Uhr: AUSKLANG mit dem Müllorchester aus Paraguay 
Das Jugendorchester aus Cateura, der größten Mülldeponie Paraguays, ist schon in über 40 Ländern aufgetreten – unter anderem mit Metallica. Dabei spielt die Gruppe ausschließlich auf Instrumenten aus Schrott und recycelten Materialien. Für Sie, online am Abfallfreitag!

Nutzen Sie gern unser Social-Media-Kit!

Wir freuen uns, wenn Sie mit uns den #abfallfreitag und das „Zero Waste Future Festival“ bekannt machen! Gern können Sie dazu unser kostenloses Social-Media-Kit nutzen!

Sie haben noch Fragen? Dann schreiben Sie uns eine E-Mail an: abfallfreitag@bsr.de

So geht abfallfrei: Tipps, um Abfall zu vermeiden

Bewusst isst besser

Gemüse frisch von der Ernte
© Adobe Stock/ajlatan

Greifen Sie zu regionalen und saisonalen Produkten, die Sie leicht auf dem Wochenmarkt finden. Denn der Anblick überfüllter Regale führt schnell zu übertriebenen Einkäufen, wodurch mehr Essensreste als nötig in der Biotonne landen. Dabei ergibt Übriggebliebenes oft noch eine Mahlzeit. Bei Produkten, die Sie ohnehin schälen oder putzen wollen (Bananen oder Blumenkohl), sollten Sie auf eine zusätzliche Verpackung verzichten und das Preisschild direkt auf den Artikel kleben.

Einkaufskorb oder Beutel statt Plastiktüte

Beutel mit Einkäufen
© Stocksy.com/Deirdre Malfatto

Wer einkaufen geht, sollte immer einen Stoffbeutel dabei haben. Den kann man fast lebenslang verwenden. Damit setzen Sie der jährlichen Menge von rund 266 Millionen Plastiktüten (allein in Berlin!) ordentlich was entgegen. Nutzen Sie also einen Stoffbeutel und sparen Sie Abfall.

Lunchen Sie restlos

Essen im Eineweckglas
© www.lunchimglas.com

Mittags schnell zum Imbiss: eine Currywurst auf einer Pappschale mit Plastikpieker. Den Kaffee danach aus dem Plastikbecher, genauso wie die Kaffeesahne und auch das Umrührstäbchen. Das muss nicht sein. Entweder, Sie nehmen einen eigenen Teller mit. Oder Sie bereiten am Vorabend zuhause ein Lunch-Paket vor, füllen die Portion in ein Weckglas. Ein paar Rezepte für „Lunch im Glas“ gibt’s online im TrenntMagazin:
www.trenntmagazin.de/ein-glaeschen-fuer-alle/

Bechern Sie Mehrweg

Frau trinkt aus Mehrwegbecher
© Getty Images/Westend61

Pro Stunde verbraucht Berlin 20.000 Einwegbecher. Dabei sind Mehrwegbecher eine müllfreie Alternative. Gemeinsam mit der Bewegung Better World Cup wollen wir der Einwegbecherflut in Berlin ein Ende setzen. Deshalb bekommen Sie in Partnerläden Rabatt auf Heißgetränke im mitgebrachten Mehrwegbecher. Mehr Infos: www.betterworldcup.berlin 

Teilen verdoppelt die Freude

Krimskrams, gerauchte Dinge
© Adobe Stock/Giuseppe Porzani

Nicht alles muss neu gekauft werden. Selten genutzte Gegenstände teilen oder mieten ist günstig und umweltschonend. Beispielsweise bieten viele Baumärkte einen Leih-Service für Bohrmaschine und Co. an. 

Gut Erhaltenes nochmall verwenden

Alter Plattenspieler als Werbung für die NochMall
© BSR

In der NochMall, dem BSR-Gebrauchtwarenhaus, bekommen gut erhaltene Dinge ein zweites Leben. Auf 2.500 Quadratmetern finden Sie u.a. Möbel, Kleidung, Elektrogeräte, Haushaltswaren, Spielzeug und Bücher. Viele Sachen müssen nicht weggeworfen werden, sondern dürfen nochmal(l) verwendet werden. Sie können auch gutes Gebrauchtes vor Ort abgeben: Gebrauchtwarenkaufhaus NochMall, Auguste-Viktoria-Allee 99, 13403 Berlin-Reinickendorf . Weitere Annahmestellen: Recyclinghof Hegauer Weg und Recyclinghof Lengeder Straße

 

Gut Erhaltenes weiterreichen

Second Hand Kleidung
© Istock/timnewman

Was Sie loswerden wollen, sucht jemand anderes vielleicht gerade dringend. Also werfen Sie Ihr Gebrauchtes nicht weg – verschenken oder tauschen Sie es online kostenlos im Tausch- und Verschenkmarkt: https://www.bsr.de/tausch-und-verschenkmarkt-20985.php

Natürlich können Sie gut erhaltene Sachen auch an karitative Einrichtungen weitergeben:  www.BSR.de/Spenden

Altes selbst reparieren und aufwerten

Korbgeflecht von Stuhl reparieren
© Adobe Stock/Fotoschlick

Ob Möbel, Kleidung oder Accessoires – im Online-Stadtplan TrenntMap finden Sie alle Upcycling-Läden und Repaircafés auf einen Klick: www.trenntmap.de. Anregungen geben auch verschiedene Do-it-yourself-Plattformen.

Abfall vermeiden im Büro

Lieferanten Eignererklärung

Auch im Büro können Sie auf den sinnvollen Umgang mit Ressourcen achten. So sollten Getränkeautomaten mit Mehrwegsystemen ausgestattet sein. Es muss auch nicht immer alles und jede E-Mail ausgedruckt werden. Lässt es sich allerdings nicht vermeiden, sollte der beidseitige Druck eingestellt sein. Mehr Tipps zum Abfallvermeiden im Büro finden Sie hier.