Der Papierverbrauch je Einwohner ist weltweit sehr unterschiedlich. 15 Prozent der Weltbevölkerung verbrauchen 70 Prozent des gesamten Papiers, während sich 85 Prozent der Weltbevölkerung den verbleibenden Rest teilen. Allein in Deutschland stieg der Papierverbrauch von 1950 bis heute um über 700 Prozent auf rund 230 Kilogramm jährlich pro Person. Der Grundstoff der Papierherstellung ist Holz. Deutschland importiert 93 Prozent der Holzmenge, die für die Herstellung des bei uns verbrauchten Papiers benötigt wird. Nur 7 Prozent wachsen auch bei uns. Der Papierverbrauch ist schon heute wesentliche Ursache der globalen Waldzerstörung. Jeder fünfte geschlagene Baum endet als Papier. 17 Prozent des Papierholzes stammen aus nordischen und tropischen Urwäldern, die unwiederbringlich verloren gehen. Dazu kommen die hohen Umweltbelastungen, die mit der Herstellung von Papier einhergehen: Die Herstellung einer Tonne Frischfaserpapier benötigt ca. 3 Tonnen Holz, 52.000 l Wasser und ca. 11.000 kWh Energie (Quelle: Initiative pro Recyclingpapier)
Daher ist die getrennte Sammlung von Altpapier wichtig. Sie ist die Voraussetzung für jede Verwertung. Geschlossen wird der Recyclingkreis aber erst dann, wenn auch Produkte aus Recyclingpapier nachgefragt, gekauft und verwendet werden.