Bis in die 70er und 80er Jahre des 20. Jahrhunderts wurde Asbest als universeller Werkstoff mit hervorragenden technischen Eigenschaften eingesetzt. Asbest besitzt eine große Festigkeit, ist hitze- und säurebeständig. Dadurch fand dieses Material v.a. in Form von Asbestzement (Eternit) verbreitete Anwendung in der Bauindustrie als Dach- und Fassadenabedeckungen oder Blumenkästen. Aufgrund seines hohen Isoliervermögens wurde es auch in der Elektroindustrie genutzt und findet sich in alten Nachtspeicheröfen, Toastern und Fönen.
Asbest hat jedoch einen schwerwiegenden Nachteil: Bei mechanischer Bearbeitung werden feine Asbestfasern freigesetzt. Wenn diese durch Einatmen in die Lunge gelangen, kann dort die so genannte Asbestose, eine Schädigung des Bindegewebes und damit Krebs ausgelöst werden.