Abfalltrennung auf Grundlage der Gewerbeabfallverordnung

Aktuelles_Thema 1_Part 1

Ziel der Gewerbeabfallverordnung ist die schadlose und möglichst hochwertige Verwertung von gewerblichen Siedlungsabfällen. Neben Gewerbebetrieben sind auch öffentliche Einrichtungen (Schulen, Kindertagestätten, Bezirksämter etc.) sowie Dienstleistungsunternehmen von den Regelungen der  Gewerbeabfallverordnung betroffen.

Die Gewerbeabfallverordnung trifft im einzelnen folgende Regelungen:

Bestimmte gewerbliche Siedlungsabfälle wie Papier, Glas, Kunstofffe und Metalle sowie Bioabfälle  sind - vergleichbar den privaten Haushalten - getrennt zu erfassen und mit Ausnahme des Restabfalls einer Verwertung zuzuführen (Variante V1).

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Leichtverpackungen aus Kunststoff, Metall und Verbundmaterialien dürfen Sie nach wie vor gemeinsam über die gelbe Tonne erfassen. Bei Bioabfällen (z.B. Marktabfälle) und Speiseresten (Küchen- und Kantinenabfälle mit tierischen Bestandteilen), die bei Ihnen nur in geringen Menge anfallen, ist die Entsorgung mit dem Restabfall zulässig.

Alternativ zu der Getrennthaltung von Papier/Pappe, Glas, Kunststoffen und Metallen dürfen Sie diese trockenen Wertstoffe auch gemeinsam über eine Wertstofftonne erfassen (Variante V2).

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Variante V2 ist aber nur zulässig, wenn das Gemisch trockener Wertstoffe einer sortenreinen Sortierung in einer geeigneten Anlage (Verwertungsquote von annähernd 100 %) zugeführt wird.

Ausnahmen von diesen beiden Varianten sind nur zulässig, wenn die beiden vorgestellten Entsorgungsvarianten technisch nicht möglich (z.B. aufgrund fehlender Stellflächen für die Abfallbehälter) oder wirtschaftlich nicht zumutbar sind (z.B. aufgrund eines geringen Abfallaufkommens unterhalb des Richtwertes von 625 l  pro Woche). Die zuständige Behörde kann dann verlangen, dass Sie die technische Unmöglichkeit oder wirtschaftliche Unzumutbarkeit nachweisen.
        


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