Etwa 59.000 t Berliner Bioabfall landeten 2009 in den BIOGUT-Tonnen der BSR. Diese beachtliche Menge macht es sinnvoll, den hohen Energiegehalt von Bioabfällen energetisch zu nutzen. Intelligent eingesetzt, lassen sich dadurch fossile Energieträger wie Öl oder Erdgas in beträchtlichem Umfang einsparen, so dass die Verwertung von BIOGUT gleichzeitig aktiver Klimaschutz ist.
Am Standort Ruhleben baut die BSR daher eine Fermentierungsanlage mit einer Kapazität von 60.000 t. Die Anlage wird nach dem Prinzip des Trockenvergärungs-verfahrens arbeiten. Dabei setzen Mikroorganismen aus dem BIOGUT Biogas frei. Diese Methode eignet sich optimal für Bioabfälle mit einem Wassergehalt von 60 bis 80 Prozent, wie er vorwiegend in den Küchenresten der Berliner Haushalte vorkommt.
Biogas lässt sich für verschiedene Zwecke nutzen. Gereinigt, aufbereitet und konzentriert, besteht es zu 98 Prozent aus Methan und ist damit chemisch identisch mit Erdgas. Nach entsprechender Aufbereitung erfüllt das Produkt auch die hohen Anforderungen der GASAG und kann ins Stadtgasnetz eingespeist werden, so dass an BSR-eigenen Gastankstellen auch die Gas betriebenen Müllfahrzeuge betanken lassen.
Pro Jahr wird die Biogasanlage aus dem anfallenden BIOGUT etwa 2.000 Tonnen Erdgas produzieren. Das spart etwa 2,5 Millionen Liter Diesel. Und da mit dieser Menge mehr als die bisher rund 50 Müllfahrzeuge betrieben werden können, soll die Anzahl der Gasfahrzeuge in den nächsten Jahren auf 100 bis 150 aufgestockt werden. Damit setzt das Projekt deutschlandweit Maßstäbe und leistet einen bedeutenden Beitrag zum Klimaschutz in der Hauptstadt.
Die BSR errichtet im Berliner Ortsteil Ruhleben eine Anlage zur Erzeugung von Energie aus den getrennt erfassten kommunalen Berliner Bioabfällen.
Ziel ist eine hohe Energieeffizienz bei geringsten Umweltbelastungen durch Einspeisung des gewonnenen Biogases in das öffentliche Gasnetz.
In der angehängten Datei finden Sie den Genehmigungsantrag nach § 4 BlmSchG für eine Trockenvergärungs-anlage.