Abfall-ABC

...oder einen Anfangsbuchstaben

a b c d e f g h i j k l m n o p q r s t u v w x y z


Schraubverschlüsse

Verpackungen

Definition

Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Metall- und Verbundmaterial (Leichtverpackungen), die in der Wertstofftonne oder dem Wertstoffsack gesammelt werden. Dazu gehören beispielsweise Jogurtbecher, Weichspülflaschen, Folien, Getränkekartons für Saft oder Milch, Alufolien, Chipstüten, Schalen für abgepacktes Obst oder Gemüse, Konserven- und nicht bepfandete Getränkedosen und Kunststoffgetränkeflaschen, etc.

Vermeidungstipp

Beim Getränkekauf sollten Sie regionale Produkte (kurze Transportwege) in Mehrwegflaschen bevorzugen. Diese erkennt man an dem reduzierten Pfandbetrag von 8 Cent für Bierflaschen und 15 Cent für andere Getränke wie z. B. Mineralwasser oder kohlensäurehaltige Erfrischungsgetränke. Bei einem Pfandbetrag von 25 Cent handelt es sich immer um Einwegverpackungen, die Sie im Regal stehen lassen sollten. Eine Alternative sind sog. ökologisch vorteilhafte Verpackungen wie Kartonverpackungen (Tetrapak) oder Verpackungsschläuche (z.B. für Milch). Diese sind nicht bepfandet. Verzichten Sie weiterhin auf Portionsverpackungen beispielsweise für Konfitüre oder Kaffeesahne. Hier ist das Verhältnis zwischen Verpackung und Inhalt besonders ungünstig. Reinigungsmittel und andere Hygieneartikel werden oft in preisgünstigen, abfallvermeidenden Nachfüllpackungen angeboten.

Entsorgungstipp

Verpackungen sollten weitgehend restentleert sein. Ein zusätzliches Auswaschen ist nicht notwendig. In die Wertstofftonne können neben Verpackungen auch alle Abfälle aus Kunststoff, Metall und Verbundmaterialien entsorgt werden.

Entsorgungs- und Verwertungstipps

Verpackungen mit Resten schadstoffhaltiger Produkte (Lacke, Haushaltschemikalien wie z. B. Rohreiniger, Haarspraydosen) sind Schadstoffe und müssen bei den BSR-Schadstoffsammelstellen abgegeben werden.

Entsorgung und Kosten

  • Recyclinghof: ohne Mengenbegrenzung, entgeltfrei

  • Entsorgung auch in Ihrer Wertstofftonne.

... mehr zum Thema

Die ständige Zunahme der Verpackungsabfälle veranlasste den Gesetzgeber 1991 die Verpackungsverordnung (VerpackV) in Kraft zu setzen, Hiermit wurde erstmals festgelegt, dass Hersteller und Vertreiber ihre Produkte (hier Verpackungen) zurücknehmen und einer Verwertung zuführen müssen.

Duale Systeme

Dazu erfassen verschiedene, privatwirtschaftlich organisierte „Duale Systeme“ die bei privaten Endverbrauchern anfallenden Verpackungsabfälle und verwerten die Materialien. Finanziert wird dieses System durch die Verbraucher, die beim Kauf einen im Preis bereits enthaltenen Entsorgungsaufschlag entrichten.

Einheitliche Wertstofftonne

Seit dem 1. Januar 2013 müssen die Berlinerinnen und Berliner nicht mehr zwischen Verpackungen und ausgedienten stoffgleichen Produkten unterscheiden. Die gelben und orangen Tonnen werden zu einer einheitlichen Wertstofftonne vereint. In dieser können alle Abfälle aus Kunststoff, Metall und Verbundmaterialien entsorgt werden – von Tetrapaks über Jogurtbecher und Plastikspielzeug bis hin zum Kochtopf. So wird die Entsorgung noch einfacher und Umwelt und Ressourcen durch höhere Recyclingmengen geschont.

Mehrweg-Getränkeverpackungen

Neben der Verpflichtung der Hersteller/Vertreiber Einwegverpackungen zurückzunehmen, sah die Verpackungsverordnung zum Schutz der ökologisch vorteilhaften Mehrweg-Getränkeverpackungen weiterhin die Einführung einer Pfandpflicht vor, wenn der Mehrweganteil unter 72 Prozent fällt. Mit Einführung der Pfandpflicht auf viele Einweg-Getränkeverpackungen ist es für den Verbraucher nicht einfacher geworden, umweltgerecht einzukaufen. Denn nun steht Pfand nicht mehr automatisch für umweltfreundliche Mehrwegsysteme.


Dummy-Foto